Park(ing) Day – was soll das?

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Unter dem Motto: „Parks statt Parkplätze, Blumen statt Blech“ erobern wir Menschen für einen Tag die Straße zurück!

Dazu verwandeln wir Parkplätze in Freizeitoasen.
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Wir wollen eine Vision zeigen und auf kreative Art und Weise Denkanstöße geben:
- Wofür könnten wir öffentlichen Raum nutzen, wenn nicht alles mit Autos vollgeparkt wäre?
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Müssen wir es als selbstverständlich hinnehmen, dass Autos unsere Straßen dominieren?
- Geht es auch anders? (Klar, andere Städte machen es vor.)
- Es geht nicht darum, Parkplätze zu sperren, sondern die positiven Seiten einer fairen Umverteilung des öffentlichen Raums sichtbar zu machen. („Stadt fairteilen“)
> Weniger Autos: Nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern auch eine Frage der Sicherheit und der Lebensqualität
!

> Wir wollen unsere Mitmenschen dazu einladen, darüber nachzudenken und zu diskutieren.

> Wir fordern die Stadt explizit dazu auf, sich für mehr urbane Lebensqualität einzusetzen – und ihre selbst gesteckten Ziele auch umzusetzen. (Mobilitätskonzept, Masterplan)

 

Was wir uns konkret wünschen:
- mehr Raum, mehr Rechte, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, Senioren und Kinder

- einen gut getakteten ÖPNV (Bus+Bahn) bis in die Dörfer als Alternative zum Auto
- mehr Stadtgrün: gut für Gesundheit, Wohlbefinden, Bienen etc. – und fürs Stadtklima!

Beispiele für Missstände:
- Die Kronenstraße, die Salzstraße:
kein Raum für Menschen ohne Auto – Mütter (oder Väter) mit Kinderwagen, Senioren, Kinder, Rollstuhlfahrer…
- Markt: schönes Ambiente, sozialer Treffpunkt – aber mittendrin rollt die Blechlawine: Als Radfahrer steht man im Stau mit den Autos, an den Ess-Ständen wird man mit Abgasen verpestet, man trinkt seinen Kaffee inmitten von Autos.(> keine Lebensqualität!)
- Hildegardplatz: kein Baum weit und breit, nicht auszuhalten im Sommer! (> Stadtklima)
-Flächenverbrauch durch Parkplätze (Ärztehäuser, Turnvereine, öffentliche Einrichtungen, …)
- Problem: mehr Auto-Infrastruktur erzeugt mehr Autoverkehr! (Wir „rollen dem Auto den roten Teppich aus“ (Heiner Monheim, Verkehrsexperte)
- Kritik, die ich immer wieder gehört habe: „Wir haben doch eh zu wenig Parkplätze“ > Nein, wir haben zu viele Autos! Und wir brauchen ernstzunehmende Alternativen!
- Positive thinking für Autofahrer: jeder Radfahrer und Fußgänger nimmt ihm schon keinen Parkplatz weg ;-)

Wichtig: immer freundlich bleiben!

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