Antrag: Entfernung Umlaufsperren am Illerradweg

 

Die Stadt Sonthofen hat im an der Kreisstraße OA5 im Bereich Campingplatz (Bild 1) und Marienbrücke (Bild 2,3) auf dem Illerradweg sog. "Umlaufsperren" errichtet.

Wir beantragen die ersatzlose Entfernung.

Begründung:

Laut § 45, Absatz 9 StVO "…dürfen Beschränkungen ….. des fließenden Verkehrs nur angeordnet werden, wenn auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine ….Risiko erheblich übersteigt."
Dies ist nicht der Fall, sonst müssten an allen Kreuzungen von Illerradweg mit Straßen diese Sperren vorhanden sein. Schon auf der Blaichacher Seite der Marienbrücke gibt es diese Sperren nicht (Bild 8). Eine ursprünglich vorhandene Sperre nordseitig wurde schon vor Jahren abgebaut (Bild 7). Unfälle gab es hier keine! An der Kreuzung mit OA 26 in Fischen (Bild 14) und an allen weiteren Kreuzungen und Einmündungen von Radwegen im Stadtgebiet von Sonthofen (Ausnahme "Im Weidach") gibt es keine Sperren (Bild 8-13). Auf Sperren wird grundsätzlich verzichtet, wenn der Weg auch von Kfz befahren wird (Bild 12,13). Auch für die ungehinderte Zufahrt von Räumfahrzeugen im Winterdienst werden die Sperren entfernt (Bild 17-19). Würde es sich um eine echte Gefährdung handeln dürften diese für die Befahrbarkeit durch Kfz nicht entfernt werden.
Die Anlagen entsprechen nicht den Vorgaben der ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) Seite 80/81. Auch sind solche Anlagen bei Dunkelheit schlecht zu erkennen. Bei Unfällen an den Anlagen könnte die Stadt Sonthofen haftbar gemacht werden. In den meisten Fällen versuchen die Radfahrer die Sperren fahrend zu durchqueren (Bild 5). Dadurch wird die Aufmerksamkeit überwiegend auf das Hindernis und nicht auf die Gefahrenstelle (Einmündung) gelenkt. Bleibt der Radfahrer dabei z.B. mit dem Pedal an der Sperre hängen, sind Unfälle vorprogrammiert! Oft ist es möglich die Sperren einfach zu umfahren, sie sind dann nutzlos (Bild 3a und 4a)
Einem möglichen Sicherheitsgewinn durch Umlaufsperren steht eine nicht akzeptable Behinderung für Fußgänger mit Kinderwagen (Bild 4a) sowie Radfahrern mit Packtaschen und Anhängern gegenüber.
Eine akzeptable Art das unbeabsichtigte Einfahren in eine vorfahrtsberechtigte Straße zu verhindern gibt es in Immenstadt "Im Stillen" (Bild 16)


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